Am schönsten kann man die Apfelbaumblüte in Krokau genießen unter tief hängenden Zweigen wie in alten Zeiten. (bz)
Krokau (bz) »Servatius«, Dritter im Bunde der Eisheiligen, hatte ein Einsehen. Nachdem seine Kollegen »Mamertus« (11. Mai) und »Pankratius« (12. Mai) noch mit eiskaltem Wind bei ohnehin schon niedrigen Temperaturen gewütet hatten, zeigte er ein Einsehen und schickte die Sonne zum »Krokauer Apfelblütenfest«.
Das nutzten die Probsteier dann auch gleich aus. Sie strömten auf die Apfelwiese vor der Krokauer Mühle und ließen sich auf den Bänken unter den blühenden, tief hängenden Zweigen nieder. »Das ist wie in meiner Kindheit, als ich mit meinen Eltern zur Britzer Baumblüte gefahren bin – wunderschön«, erinnerte sich eine gebürtige Berlinerin. Und auch Heidemarie Kuhn aus Laboe war begeistert. »Das ist eine Veranstaltung ohne Krach und Tamtam, gerade deshalb macht es so viel Spaß, hier zu sein«, sagte sie, bevor sie sich mit ihrer Familie ein Plätzchen suchte, um Kaffee, Kuchen und frisch gepressten Apfelsaft zu genießen. Apfelsaft und Apfelwein gehörten genauso zum Angebot der rundherum aufgebauten Stände wie selbst gebackene Kuchen und Torten, Marmeladen, leckeres Spanferkel, Honig, Blumen und Pflanzen oder Handarbeiten. Die kleine, aber feine Auswahl machte Lust aufs Kaufen und Mitnehmen – niemand ging ohne gefüllte Tüte nach Hause. Während die Kinder auf Strohballen tobten, entspannten sich die Erwachsenen unter den Apfelbäumen, in deren Blüten schon die Bienen summten – ein Stückchen perfekter Harmonie am Rande des Alltags. |